MEIN persönlicher Blog:
Blog 1 - Mein Weg durch die Schmerzen – Das Kreuz mit meinem Kreuz
Das Leben hält oft unerwartete Herausforderungen bereit - für mich begann meine „Rücken-Reise“ bereits in der Kindheit.
Geboren mit einer Hüftdysplasie, war ich von Anfang an mit körperlichen Einschränkungen konfrontiert. Die Diagnose war für meine Eltern damals eine Herausforderung, genau wie es für Eltern heute noch ist. Sie waren optimistisch und ließen sich nicht von den negativen Kommentaren der Außenwelt beirren – sei es über die unqualifizierten Meinungen zur Spreizhose oder über die Tatsache, dass ich lange nicht laufen konnte.
In der Pubertät begannen dann die ersten Probleme, die sich als ständige Begleiter herausstellen sollten. Ich kämpfte mit einer Beinlängendifferenz, die nicht nur meine Haltung beeinflusste, sondern natürlich auch zu häufigen Schmerzen im Rücken und in der Hüfte führte – vor allem beim Sport. Was man damals noch nicht wusste: Jeder Mensch überträgt schon im Mutterleib Blockaden, Sorgen und Ängste auf sein Kind. Meine Mutter hatte schon immer Rückenprobleme, also schien es fast vorbestimmt, dass ich diese ebenfalls erben würde.
„Es ist halt so“ – hieß ist immer.
Schlimmer wurde es dann in meiner ersten Schwangerschaft. Im letzten Drittel kämpfte ich mit immer stärker werdenden Schmerzen. Die Ärzte sagten immer wieder:
„Das ist eben so - ihr Körper bringt Höchstleistung. Da muss man durch!“
Gut, dachte ich mir, das schaffe ich schon. Aber die ständigen Schmerzen und später dann das einseitige tragen des Kindes machten es nicht leichter. Weniger Zeit für Sport, weniger Bewegung – aber hey:
„Das ist eben so“, oder….?
Dann kam die zweite Schwangerschaft. Zirka ab dem vierten Monat war es kaum noch auszuhalten vor Rückenschmerzen. Ich war fast jede Woche bei der Physiotherapie, um wenigstens ein bisschen Erleichterung zu bekommen. Und bei der Arbeit war damals auch so viel. Also hey:
„Das ist halt so, da muss man durch - ihr Körper bringt Höchstleistung, und beim zweiten Kind ist die Muskulatur
schon mehr beansprucht.“
Gelinde gesagt, der Rücken war die Hölle. Aber ich habe natürlich durchgehalten, irgendwie… Die Freude auf das Baby überwog und man hat ja auch keine andere Wahl als durchzuhalten.
Nach der Entbindung war es ein kurzer Moment der Erleichterung – der Rücken wurde etwas besser. Ich versuchte, in den wenigen Stunden zwischen den Kindern, dem Haushalt und meiner Karriere noch etwas Sport zu machen. Ich joggte regelmäßig, hielt damit mein Gewicht und hoffte, dass auch der Rücken Frieden findet.
Die Kinder wurden größer, und der Alltag wurde herausfordernder. Die Balance zwischen Familie und Job wurde immer schwierig, da der Job anspruchsvoll war, die Kinder gingen mittlerweile in die Schule, und hatten ihre Ansprüche, und ich natürlich den Anspruch hatte, alles perfekt zu machen und alles super zu schaffen. Hab ich ja auch…. irgendwie. Und was soll ich sagen:
„Das ist eben so“,
wenn man als Frau ein eigenes Leben führen möchte, Job, Kinder und den Haushalt unter einen Hut bringt.
Dann kam 2018 ein riesiges Projekt in der Arbeit. Die Rückenscherzen waren schon seit geraumer Zeit wieder etwas schlimmer, aber das ignorierte ich. Als Mutter mit zwei Kindern hatte ich sowieso immer das Gefühl, mich auf der Arbeit beweisen zu müssen. Wie gut also, dass es Schmerztabletten gibt.
Ich erinnere mich gut: Wir waren in den Pfingstferien am Gardasee, und alle paar Stunden klingelte das Geschäftshandy, weil das riesige Projekt Aufmerksamkeit verlangte. Die Familie wollte ebenfalls Aufmerksamkeit, Erholung war nebensächlich. Es war mein Anspruch, alles unter einen Hut zu bekommen. Auf der Heimfahrt konnte ich kaum mehr im Auto sitzen vor Schmerzen. Aber was sollte ich tun? Ich dachte mir: „Das geht jetzt nicht. Bis morgen Abend muss zu Hause alles auf Vordermann sein, Wäsche ausgepackt und gewaschen usw.…denn die kommenden Wochen stand der große Projekt-Rollout an.“ Ich werde nicht näher darauf eingehen, welche Schmerzmittel-Cocktails ich mir schon seit Wochen einwarf, um überhaupt auf den Beinen zu bleiben.
Am Montagmorgen auf dem Parkplatz dann der Schock: Eines meiner Beine versagte plötzlich. Ich konnte es nicht mehr spüren und fiel wie ein nasser Sack um. Aber was tat ich?
„Das passt jetzt nicht. Da muss man durch.“
Noch eine Schmerztablette, und dann würde es schon wieder gehen. Und tatsächlich: Es ging. Zumindest für den Moment. Der Rollout war geschafft, alle waren zufrieden. Doch die Schmerzen wurden immer schlimmer. Morgens aus dem Bett und ins Badezimmer kam ich nur noch auf allen Vieren vor lauter Schmerzen. Ich ging zum Arzt – „Stress“, sagte er, „langsam machen“.
Dann ging ich zu einem Orthopäden. Der Vorschlag: „Gehen Sie zum Zahnarzt und lassen sich eine Knirsch Schiene verschreiben. Dann wird das schon wieder.“ WAAAAASSSS???? Soviel Ignoranz. Ich konnte einfach nicht mehr. Und Hilfe war weit und breit nirgends zu bekommen. Es war ein Schmerz, als ob jemand ständig mit einem Messer in meinen unteren Rücken hineinfährt.
Einige unnütze Arzttermine später landete ich dann endlich auf dem Operationstisch (der Narkose Arzt war fassungslos, als ich ihm sagen musste, wie hoch mein Schmerzmittel-Level täglich war....) Aber gut, es folgte dann eine Bandscheiben OP.
Ich hatte Glück – eines meiner Beine erlangte wieder sein Gefühl. Das andere bleibt bis heute ein Stück weit taub. Die Schmerzen nahmen nur teilweise ab. Zehn Monate später konsultierte ich noch einen Spezialisten, da ich nicht glauben konnte, dass ich immer noch nicht schmerzfrei war. Dieser riet mir zu einer Versteifung der Wirbelsäule. Mit 43? „Das will ich nicht!“, war mein einziger Gedanke.
Und dann hab ich angefangen viele, viele Dinge auszuprobieren. Zu viele, um sie hier alle zu nennen. Alles hat mich schlussendlich meinem Rücken und meiner Geschichte ein Stück näher gebracht. Ich war eine Suchende nach Lösungen für meinen Rücken.
Ich habe gelernt, oder besser gesagt, lernen müssen, auf mich zu achten. Ach mir und meinen Körper mehr Zeit zu gönnen. Nicht mehr alles perfekt machen zu müssen. Loszulassen. Einfach auch mal NEIN zu sagen.
Heute weiß ich, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten und sich selbst zu respektieren. Ich will hier keineswegs sagen, dass Operationen schlecht sind – für mich war es damals die einzig richtige Entscheidung und ich stehe heute noch dazu, da ich einfach an einem Punkt war, an dem hätte ich nichts anderes mehr geschafft. Ich glaube es hat kaum jemand wirklich gemerkt, wie schlecht es mir zu der Zeit ging. Das wollte ich ja auch nicht. Stärke keine Schwäche war meine Devise.
Ob ich heute nochmal alles so entscheiden würde, weiß ich nicht. Aber ich hoffe und wünsche mir, nie wieder in diese Situation zu kommen.
Mein Heilungsprozess war lang und beschwerlich, aber ich war entschlossen, andere Wege in meinem Leben zu finden als eine Versteifung. Ich habe irgendwann bestanden, dass der Rücken nur ein Symptom für tiefere Blockaden ist. Der Spiegel der Seele wie man so schön sagt. Und ehrlich gesagt, war ich mir gar nicht wirklich bewusst, dass ich so viele Blockaden hatte. Dinge, die man seit Kindheit mit sich herumgetragen hat. Ich hatte eine gute Kindheit! Aber das ist gar nicht das Thema. Heute weiss ich das.
Heute blicke ich auf diese herausfordernde Reise zurück und erkenne, wie stark ich geworden bin. Die Schmerzen haben mich gelehrt, auf meinen Körper zu hören und ihm die Aufmerksamkeit zu schenken, die er braucht. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, sich selbst und seine Grenzen zu respektieren.
Zusätzlich habe ich verschiedene alternative Heilmethoden entdeckt, die mir geholfen haben, mein Gleichgewicht wiederzufinden. Die energetische Wirbelsäulenaufrichtung hat mir gezeigt, dass es Wege gibt, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Körper in seine natürliche Ordnung zurückzuführen.
Mein Weg war voller Herausforderungen, aber er hat mich auch gelehrt, dass jeder Rückschlag eine Gelegenheit zur Veränderung ist. Ich bin dankbar für die Lektionen, die ich gelernt habe, denn sonst wäre ich heute nicht, wer ich bin.
Wenn du ähnliche Erfahrungen gemacht hast oder gerade mit Schmerzen kämpfst, möchte ich dir Mut machen: Du bist nicht allein. Es gibt Hoffnung und Wege, um dein Wohlbefinden zu verbessern. Lass uns gemeinsam den Weg zu mehr Lebensqualität finden!
Wie ich zur Wirbelsäulenaufrichtung gekommen bin und ob aus ich meinen Kindern meine Blockaden übertragen habe, das kannst du in meinem nächsten Block lesen.
Vielleicht lerne ich Dich auch bald bei einer meiner Aufrichtungstermine kennen, das würde mich sehr freuen!
Achte auf Dich!
Petra